NLP Grundannahmen, Axiome

von | Mai 27, 2013 | Coaching, Entstehungsgeschichte NLP, NLP, NLP Werkzeugkasten | 0 Kommentare

NLP Grundannahmen (Source: Pixebay )

Im NLP gibt es diverse Grundannahmen, sogenannte Axiome

Die Neurolinguistische Programmierung basiert auf diversen Grundannahmen, so genannten Axiomen. Die wichtigsten Grundhaltungen sollen nachfolgend vorgestellt werden:

 

  1. Die Landkarte ist nicht das Gebiet:
    Wir sehen unsere Welt immer nur subjektiv, durch unsere eigene (rosarote) Brille, in der wir nach Belieben Informationen interpretieren, weglassen und verallgemeinern (Verzerrung, Tilgung und Generalisierung). Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass andere Menschen in gleicher Weise verfahren. Jeder Mensch hat seine eigene Sicht der Welt, seine eigene Landkarte, die nur einen Teil der Welt abbildet. Diese Vorannahme hilft uns zu akzeptieren, dass es nicht nur ein „richtiges“ Bild der Welt gibt, sondern unendlich viele. Und sie ermöglicht es uns, auch die eigene Landkarte (oder die des Coachees) bei Bedarf so zu verändern, dass wir oder der Coachee uns besser darin orientieren können.
  2. Jeder Mensch trifft innerhalb seines Modells der Welt grundsätzlich die beste ihm (subjektiv) zur Verfügung stehende Wahl.
    Am Beispiel eines Business-Meetings, welches vielleicht nicht den gewünschten Ausgang hatte, könnte man auch formulieren: Wäre ein besseres Ergebnis möglich gewesen, hätten wir (dieser Teilnehmerkreis, hier und heute, unter diesen Umständen) es auch erarbeitet. Diese Grundannahme geht davon aus, dass jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt immer sein Bestes gibt – zumindest nach seinem subjektiven Empfinden. (Wenngleich ein Beobachter das gleiche Verhalten unter Umständen als unangemessen interpretieren könnte.) Jeder Mensch ist geprägt durch seine Werte, durch Glaubenssätze und persönliche Einstellungen, die ihm helfen in Entscheidungssituationen einen bestimmten Weg einzuschlagen. Seinen Weg und damit den richtigen Weg. Den Weg seiner Landkarte. Dementsprechend handeln wir. Dieses Axiom wird oftmals kritisch hinterfragt, denn am Extrembeispiel eines Vergewaltigers bedeutet dies nichts anderes, dass genau zu diesem Zeitpunkt, genau in diesem Kontext, genau unter diesen Umständen, in denen sich dieser Mensch befand, seineTat (aus seiner subjektiven Sicht) die bestmögliche Wahl (für ihn!) war. (Was von außen naturgemäß anders gesehen wird).
  3. Hinter jedem Verhalten – sei es von außen betrachtet auch noch so problematisch – steckt eine „gute“, eine positive Absicht.
    Hier sollte hinzu gefügt werden, für wen „die positive Absicht“ gilt: Immer für das Individuum, welches das Verhalten auch anwendet. Der Mensch möchte für sich selbst immer nur das Beste. Das schließt das Misslingen von Tätigkeiten mit ein: Wenn beispielsweise ein Klient das Rauchen aufgeben möchte und dieser „Versuch“ scheitert (Versuche scheitern in der Regel übrigens immer), dann steckt auch dahinter eine positive Absicht: Das Rauchen erfüllt für den Klienten eine positive Absicht. Vielleicht beruhigt es ihn in bestimmten Kontexten, vielleicht hilft es ihm, sein Gewicht zu halten, vielleicht fördert es die gesellschaftliche Stellung, vielleicht…

    Die Aufgabe des Rauchens könnte also zu einer Verschlechterung der Situation führen – was zunächst, subjektiv, nicht erstrebenswert sein mag.

  4. Für jedes Verhalten gibt es einen Kontext, in dem es sinnvoll und nützlich sein kann.
    … man muss nur lange genug nach diesem Kontext suchen. Somit ist jedes Verhalten, so unerwünscht es auch sein mag, wert, erhalten und gewertschätzt zu werden. Im NLP werden solche Verhaltensweisen nicht ausgelöscht, stattdessen erhält der Klient neue Wahlmöglichkeiten, Optionen.  Denn möglicherweise gibt es in bestimmten Situationen zukünftig ein alternatives Verhaltensmuster, welches an den Tag gelegt werden kann. Beispiel: „Kritisch sein.“ Im Kontext eines romantischen Abends mag „kritisch sein“ durchaus unerwünscht sein – möchte einem jedoch ein aufdringlicher Telefonverkäufer ein unschlagbares Angebot machen, ist kritisches Verhalten absolut angebracht.
  5. Menschen tragen für jegliche gewünschte Veränderungsarbeit bereits alle Ressourcen in sich.
    Kurz und knapp: „Die Lösung steckt in Dir“. Dies ist aus Sicht des Coaches eine der wichtigsten Grundannahmen, denn sie besagt, dass nicht der Coach oder Therapeut die Lösung mühevoll suchen, also Antworten auf die Fragen des Klienten geben muss (wie es der Berater macht), sondern dass der Klient bereits die Lösung kennt UND auch die Ressourcen dafür bereits zur Verfügung hat. Möglicherweise ist ihm nur der Blick darauf versperrt oder der Weg zum Ziel erscheint zu steinig. Das Axiom ist eine wichtige Erkenntnis für jede Art von Veränderungsarbeit und bewahrt den Coach davor, zu viele unsinnige Vorschläge zur Lösung zu machen, wo der Klient doch bereits sein Ziel und den Weg dorthin selbst am besten kennt. Stattdessen legt der Coach den Fokus auf die Verfügbarkeit-Machung der Ressourcen.
  6. In der Kommunikation gibt es keine Fehler – alles ist Feedback
    Was auch immer während einer Sitzung passiert, es ist auf keinen Fall falsch. Möglicherweise hat sich der Coach den Ausgang zwar anders vorgestellt – doch das erfährt er über die jeweilige Rückmeldung (verbal und nonverbal) der Klienten. Diese Rückmeldung, das Feedback, ist jedoch etwas Neutrales, nichts, was irgendwie negativ oder positiv interpretiert werden muss. Dieses Axiom hängt oft mit zwei anderen Axiomen zusammen:
  7. Wenn etwas nicht funktioniert, tue etwas Anderes
    Der simpelste Appell schlechthin an den Begleiter. Nicht jede Methode muss sofort fruchten. Manches braucht einfach Zeit. Manche Veränderung ist aber auch einfach noch nicht dran und…:
  8. Widerstand beim Klienten bedeutete mangelnde Flexibilität  auf Seiten des Begleiters
    Es gilt die Regel, dass der Klient immer vorgeht und der Coach folgt. Ein Coach, der den Weg vorgibt, ist kein Coach, sondern ein Berater (der Coach kennt nur die Fragen, der Berater die Antworten). Vorgefertigte Wege, die nicht Wege des Coachees sind, stoßen mitunter jedoch auf Widerstände. Und vermeintliche Lösungen, welche unter Widerständen entstehen, sind selten nachhaltig.
  9. Geist und Körper sind Teile des gleichen kybernetischen Systems.
    Anders ausgedrückt: Körper und Geist sind eng miteinander verbunden. Was der Geist denkt, wirkt sich unmittelbar auf den Körper aus. Wenn sich der Geist ersthaft einbildet, „ich bin krank“, wird der Körper krank. Wenn der Körper jeden Morgen vor dem Spiegel ein Dauergrinsen initiiert, wird der Geist automatisch fröhlich. Wer schon einmal grinsend (ernsthaft) behauptet hat „Mir geht es ja soooo schlecht!“ weiß, wovon die Rede ist.

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