TIGER – Anker – NLP

von | Jun 15, 2017 | Coaching, NLP, NLP Werkzeugkasten | 0 Kommentare

NLP - T.I.G.E.R.

T.I.G.E.R.: Im NLP die Abkürzung, um Prozessschritte im Format „Anker“ zu beschreiben.

TIGER ist im NLP (neurolinguistisches Programmieren) eine Eselsbrücke, um den Prozess Ankerns (ein innerer Zustand ist gekoppelt an einen äußeren Reiz)  zu beschreiben:

T für Timing: Es ist wichtig, den Anker (des gewünschten Zustandes) während des Coachingsgesprächs kurz vor dem Moment zu setzen, in welchem der Klient, der Coachee, das höchste Erleben hat.

I für Intensität: Haben wir die Wahl – und in der Regel haben wir sie – wählen wir aus allen zur Verfügung stehenden Situationen, in welchem der Zustand präsent war, den aus, in welchem der Zustand  am intensivsten war.

G für Genauigkeit: Wir wollen einen Anker nicht nur setzen (z.B. an eine bestimmte Körperstelle), sondern wir wollen ihn auch wieder finden. Von daher ist es sinnvoll, eine möglichst unverwechselbare Stelle am Körper oder generell einen möglichst unverwechselbaren Anker(platz) auszuwählen.

E für Einzigartigkeit: geankerte Zustände können überlagert werden, wenn an den gleichen Ankerpunkt andere Zustände geankert werden. Manchmal ist das – wie beim Format der „kollabierenden Anker“ –  auch gewünscht. In der Regel bevorzugen wir es jedoch, dass der Anker einzigartig bleibt und nicht ein Mischmasch an unterschiedlichen Zuständen erzeugt.

R für Reinheit des Zustandes: Manchmal neigen die Klienten dazu, innerlich nicht nur einen, sondern gleich mehrere Zustände gleichzeitig innerlich zu repräsentieren; z.B. Jemand freut sich, dass er sein Ziel beim Marathon erreicht hat – ist jedoch gleichzeitig traurig, dass der Spaß schon vorbei ist. Für den Ankerprozess ist das unerwünscht. NLP-Coaches bevorzugen reine Zustände: also in unserem Beispiel entweder der Zustand „Freude“ oder der Zustand „Trauer“.